Filaments

Mit meinem neuen, viel besseren 3D-Drucker Artillery Genius Pro macht es natürlich mehr Freude, was zu drucken. So freuen sich auch Freunde, Verwandte und Bekannte über Gadgets und Figürchen…

Damit das auch weiterhin so klappt, decke ich mich natürlich mit Druckmaterial ein. Schließlich will man ja auch etwas Auswahl haben…

Mein altes PLA-Filament von “HERZ” (ebay; weiß und signalrot) druckt trotz vernachlässigter Lagerung tadellos – es hat hier 50% Luftfeuchte, scheint aber nicht zu schaden. Das rote druckt absolut präzise, gleichförmige Layer. Das weiße ist etwas unruhig und “batzig” – das war im Anet A8 schlimm. Es verstopft manchmal. Der Artillery hat da fast keine Probleme. Kein Stringing, in weitem Temperaturbereich. Die Haftung auf der Genius-Glasplatte ist extrem, teilweise habe ich Angst um die Druckplatte. Da hilft nur Abkühlen und das dauert recht lange. Ich drucke mit 205°C/60°C und 60mm/s. Die Layerhaftung ist sehr gut. Das PLA wird recht spröde. Belastete Teile halten nicht lang.

Das PETG grau von Amazon Basics (im Angebot für knapp 17€/kg) dagegen gefällt mir nicht so gut. Es ist nicht stabiler. Es haftet fast gar nicht. Die Farbe ist recht hell.

Neulich habe ich mit ein paar Farben (weiß, gelb, grün, blau, pink) PLA von Material4Print eingedeckt. Der Preis ist fair, so ca. 16 Euro. Es sind aber 750g-Spulen. Das PLA stringt deutlich und hat eine schlechtere Layerhaftung. Da bin ich wohl von meinem “Edelfilament” verwöhnt. Die Farben sind dafür schön. Da werde ich mal einen Temptower drucken müssen. Stellt sich grade raus, das M4P PLA will mit 215° oder gar 220° gedruckt werden, dann passt auch die Festigkeit und das Stringing!

Dafür habe ich noch frisch “Performance PLA” und “Performance ABS”, sowie Flex in weiß und schwarz von INKRAYON im Angebot geordert. Da bin ich mal gespannt.

Der große Antennen-Benchmark

Der VNA ist ja schön und gut, was die Abstimmung der Antennen betrifft.

Aber er sagt nur wenig über die Reichweite aus.

Daher kommt hier Test #2.

Aufbau: VNA auf 5800MHz mit der ImmersionRC CL als Testsender.

Daneben dann das ImmersionRC-Powermeter mit dem DUT.

Der Abstand wird in der stärksten “Keule” so lange vergrößert, bis das Messlimit von -40dBm erreicht ist. Dieser Abstand wird mit einem Lineal von Gehäuse zu Gehäuse gemessen und notiert.

Klar, das hat sicher auch seine Fehler. Antennen werden immer von Antennengehäuse zu Gehäuse gemessen. Da sind lange Helix evtl im Nachteil.

Die Frequenz ist fix auf 5800 – das ist sicher nicht für alle Antennen das Optimum.

Die Reproduzierbarkeit ist gut. Wiederholtes Anschließen von Aomway CL und TrueRC X-Air zwischen den Tests zeigen immer die gleiche Entfernung.

Sender: ImmersionRC Spironet CLMehr = besser [cm]Anmerkung
AXII 2 CL lang9hat einen 90° SMA
Aomway CL11
Aomway CL7mit U.FL-Adapter
Aomway CL #27
CnG CL12
Lum. Pagoda7
Lum. Pagoda #29
TBS Triumph Stubby9
TBS Triumph7
Hawkeye CL9
rote Pagoda5
UXII Stubby6
TrueRC Singularity lang8
Foxeer CL9
CnG Helix 6 Windungen25
AXII mini Patch 8.4dBi27mit Winkel
TrueRC X-Air 10dBi26
TrueRC X-Air 10dBi28mit Winkel
Ethix Crosshair 10.25dBi23mit Winkel
AXII Duo Patch 12.2dBi34mit Winkel
Aomway Helix 8 Windungen22
Aomway Triple 8dBi31
Aomway Triple 8dBi19verlängert
Realacc Triple 8dBi28
Fatshark Big Patch 13dBi39Krass
Furious Pokerchip 10dBi27
Menace Invader 6.5dBi18
Prodrone 3,5 Helix v2 8.8dBi34recht eng
Prodrone Mi-Cross V2 9dBi24
Prodrone v3 Extreem Cross-Air 10dBi27
Furious Nano CL10U.FL
Rush Cherry10U.FL
TBS Triumph nano9U.FL
Realacc Trident nano5U.FL
TBS Dipol8U.FL
noname Dipol dünn8U.FL
noname Dipol dünn #28U.FL
Eachine Dipol lang8U.FL
Eachine Dipol kurz6U.FL

Fazit:

Von den Omnis/CL beeindrucken die eine Aomway und die CnG (Chips&Grips-Selbstbau). Die meisten anderen schlagen sich aber auch ok. Wie stark die Abstrahlung ungleich verteilt ist, habe ich nicht getestet.

Die UXII-Stubby und rote China-Pagoda fallen durch. Auch die Realacc Trident ist Mist.

Mit dem U.FL-Adapter schlagen sich die Furious CL und die Rush Cherry sehr gut. Die Rush ähnelt optisch sehr der Caddx-Vista-Antenne (nur ist die LHCP).

Bei den Richtantennen bleibt die große Fatshark Patch der King. Aber diese Antenne ist groß, unpraktisch, muss verlängert werden (was den Gewinn wieder schmälert) und hat einen extrem kleinen Öffnungswinkel.

Der eigentliche Sieger ist daher die Lumenier AXII Duo Patch – mit kaum geringerer Reichweite, aber inklusive SMA-Winkel und großem horizontalen Öffnungswinkel. Sie ist auch eine der teuersten Antennen hier. Am VNA fällt auf, dass sie etwas niederohmig daherkommt, was vom Winkeladapter fast komplett kompensiert wird. Das fällt auch bei der anderen modernen Lumenier-Patch aus dem Long-Range-Kit auf. Da hat der Hersteller sich wohl Gedanken über die Benutzung in der Praxis gemacht. Die Zahlen geben ihm jedenfalls Recht!

Preis-Leistungs-Tipp bei den Patch-Antennen ist die Poker Chip von FuriousFPV. Die kostet knapp 10 Euro, klein ist sie auch. Das Design ist auch cool.

Enttäuscht bin ich von der Menace Invader, aber die gibt auch nur 6,5dBi Gewinn an. Die Ethix gewinnt auch keinen Blumentopf hier, in der 10dBi-Klasse spielt die nicht mit.

Die Triplefeeds sind ok, aber sperrig und mit Verlängerung leidet die Performance. Ich habe beide mit 50 Ohm am zweiten Anschluss terminiert.

Overlay im DJI-Goggles-Video

Das mit dem fehlenden OSD bei DJI-Goggles-Recording ist schon schade.

Aber es gibt einen Workaround. Wenn man denn die Telemetrie in der Funke per SD-Log wegspeichert. Leider klappt das nur unter Windows…

Man nehme

  • DashWare (1.9)
  • Dazu Importfilter etc. von SnappyFPV/Gal Kremer (Youtube) – Direktlink
  • Und ein Konverterscript (macht die csv zu all-text csv und splittet das Log, wenn neu gearmt wurde) – hier
  • FFMPEG
  • Audacity, um eine stille Tonspur zu erzeugen
  • Wichtig: Das Video muss Ton haben (hat es aber erst mal nicht)
  • Installiere DashWare.
  • Kopiere Importer und Profile aus dem zip vom Gal.

Video und Telemetrie-Log auf PC kopieren.

Ablauf:

  • Konvertiere das Log im Webtool. Download Log File.

  • Erzeuge Stille in Audacity mit der Länge des Videos und speichere als .wav.

  • Mixe dieses wav mit ffmpeg zum Video:

  • Öffne DashWare.
    Neues Projekt, Template OpenTX.

  • Schiebe die Anzeigen (Gauges) bisschen nach links und oben, das DJI-Video ist in 720p. Sonst verschwinden die außerhalb vom Bild.
    Füge Gauges nach Belieben dazu.