Archiv für den Monat: Oktober 2012

How-To: Umflashen KK-Multikopter-Platine (KK-Board)

Wenn man bereits einen Flash-Programmieradapter (AVR-Dragon, ISP, etc) sein Eigen nennt, kann man die KK-Platinen einfach mit neuer Firmware befüllen:

Beim Hobbyking KK-Board V2 (AVR ATmega168) ist der 6-Pin Standard-ISP-Anschluss vorhanden. Pin 1 ist Richtung ESC-Anschlüsse. Das Board lässt sich auch mit einem 1S-Lipo zum Umflashen betreiben.

Der Controller ist mit 8MHz int. RC clock gefused.

Ich selber verwende die KK 4.7 X-Copter Firmware.

1. Den einen ESC mit BEC abstecken
2. ISP anstecken (auch an PC), AVR-Studio starten
3. Board mit Strom (3-5V) versorgen (am freien ESC-Anschluss: außen ist Minus, Mitte ist Plus)
4. In AVR-Studio mit Programmer verbinden (USB oder seriell) und MCU „ATmega168P“ einstellen
5. Optional: Alte Firmware, EEPROM und Fuses auslesen und speichern
6. Neue Firmware (.hex) programmieren
7. Stromversorgung und ISP trennen
8. BEC-ESC anstecken
9. Funktion überprüfen und fliegen!

Und noch zwei SEMFF

im Rohbau, einmal aus KAPA-Platten mit Papierbeschichtung (leider sauschwer das Zeug) und Depron 5mm extrahart, sehr leicht.

So gehts: Plan drucken, Teile ausschneiden, mit Tesa und Stift auf Depron/KAPA übertragen, mit Skalpell ausschneiden, zusammenkleben mit UHU-Por -> 2 Flieger an einem Abend sind schnell gemacht! Fehlen nur noch Antrieb, Anlenkungen und Akku.

Aus einer 1mx0,7m-Platte bekommt man bestimmt 1,5 Flieger – also billig! Dazu billige Servos, China-Elektronik, Akku: Ein echter unter 30 Euro-Flieger!

Mal wieder was Gebasteltes – neuer Flieger

Ich habe vor einiger Zeit die Paritech/Hacker Mini-Viper zum Schnäppchenpreis beim Schweighofer geordert (habe einen passenden Antrieb rumliegen): hier der Link zur Bauanleitung.

Dazu ein 12g Turnigy T1811-2900kv-Motor, 10A HK ESC (hab ja genug, harr harr) – zieht mit 4×4 GWS 6A an 2S 350 Lipo und macht ordentlich Schub! 2xHXT500 (Quer+Höhe) und OrangeRX runden die Sache ab. Und das Schöne ist: Schnalzhaken ist ja schon dran!!!

Die Anlenkungen mache ich wie in der Anleitung angegeben mit gebogenem Stahldraht 0,8mm, Anlenkungsrohr aus Plastik 2/1mm, Schrumpfschlauch 2,4/1,2mm und Kohlefasergestänge 1mm. Nur an den Servos benutze ich Miniverbinder, so kann ich die Ruder genauer einstellen. Ich habe ziemlich viel Schaum herausgehobelt mit Zange und Cutter. Auch die Ansaugöffnungen sind frei – so kommt Kühlluft ins Innere. Den Flieger füge ich mit Tesa zusammen – so kann ich ihn im Defektfall leicht zerlegen. Noch das Dekor anbringen – die Miniviper ist fertig – 112g, mehr Schub als Gewicht, wird schnell!

Hier ein Video mit dem Hackerantrieb – der Turnigy für $9,76 steht dem nicht viel nach.

Mein Quadro fliegt!!!

So, nachdem ich 200 Euro in die Hand genommen und SimonK-Regler und Tiger-Motoren gekauft hab – fliegt er endlich! Propeller gewuchtet, neu eingestellt und im Garten bei Dunkelheit kurz ausprobiert. Fliegt stabil und: Power! Sehr empfindlich auf dem Gas 🙂 (böse grins)! Da ist richtig Dampf dahinter.

Die Kabel der T-Motoren MT2208 sind ziemlich lang und bereits mit Steckern versehen. Sie sind spezielle Multikoptermotoren. Die Propeller 8×4,7 passen ohne Zusatzarbeiten auf die Motoren, einfach den mitgelieferten Adapter anschrauben. Die Carbonpropeller sind steif und haben eine leicht raue Oberfläche.

Gewicht 617g mit 1500 3S Lipo

— Update: War heute auf dem Bolzplatz beim Lidl fliegen, ja er geht so wie im Video! Beschleunigt irre. Aber um die eigene Achse dreht er langsam. Ich werde wohl die Rotoren leicht neigen. Sehr stabil auch bei wilden Steuerbefehlen oder Abwärtsflug! Und mal MultiWii testen.

Katapultstarts

So, heute Vormittag musste ich das Katapult testen. Dazu habe ich den Microjet und den robbe nano-Jet mit Haken versehen. Und dann packte ich alles ins Auto, noch den Stryker und den Dogfighter dazu und auf zur Wiese. Die war ganz schön nass! Nachher musste ich meine Socken, Schuhe und Hose trocknen.

Zum Katapult: Ich baue es gegen die Windrichtung schräg Richtung Weg auf. Das Gras darf nicht zu hoch sein, es müssen ja Fußschalter und Rampe gerade stehen. Den Gummi hake ich mit Knoten und Heringen ein. Hab ich extra noch gegoogelt! Sieht super aus. Die Haken habe ich noch mit Tüchern versehen, damit sie den Flieger nicht überholen. Als erster ist der Nanojet dran.

Erster Start: Nanojet kippt, kommt nicht hoch genug, kommt schräg auf und kullert über die Wiese, verliert dabei seine Nase. Das ist schnell geklebt. Ich verlängere das Gummiseil bis zum Weg.
Zweiter Start mit geklebter Nase: Zu viel Spannung – Haken fliegt, Flieger bleibt. Uups. Ich mache das Seil wieder kürzer.
Dritter Start mit geklebten Haken: Endlich ist der Nanojet in der Luft! Er sackt etwas durch aber kommt hoch. Ich fliege den Akku leer – viel Trimmen auf Höhe und Quer. Der kleine Jet fliegt ziemlich empfindlich. Das sind die tiefen Flächen. Besonders schnell ist er nicht. Beim Landen passiert mir ein Malheur, ich sacke zu schnell herunter und zack steckt er in der Wiese. Muss wohl mehr Schleppgas geben. Resultat: Die Nase ist unheilbar in 100 Krümel zerbröselt. Na gut. Ich baue eine neue, siehe Bilder!

Dann fliege ich den Mauersegler. Ich wechsle den Propsavergummi mal wieder. Fliegt gut, zügig, Bilderbuchlandung.

Jetzt stelle ich den Microjet auf die Rampe – ob das gut geht? Den Haken habe ich mit Harz und Glasfasermatte hinlaminiert, der hält. Und tatsächlich – der Jet kommt sauber hoch. Ich fliege auch hier vorsichtig, die kleinen Modelle sieht man so schnell nicht mehr gut :-). Auch hier dann nach ein paar Speedruns und Rollen (Wahnsinn, ich nenne ihn ab heute Dremel, der macht locker 4 Rollen pro Sekunde!) eine Bilderbuchlandung!

Dann den Stryker mit 4S, schnell, saugeil, wie schon gehabt, und dann noch den Dogfighter. Dessen Akku hält ja ewig. Die Landung wird etwas ruppig.

Handtücher: Ich muss alle Flieger abtrocken, sie sind klitschnass! Deswegen habe ich eine Rolle Küchentücher und Handtücher dabei.

In der Wekstatt baue ich dann eine neue Nase. Die laminiere ich auch gleich mit Harz und Glasfasermatten an. Das Styro ist das Verpackungsmaterial vom Funjet Ultra. Sehr fest. Ich schnitze zwei Klingen stumpf… Soll ja länger halten.

Flugtag auf der Wiese

Heute tolles Wetter, alle Flieger startklar – Stryker gerade mit Telemetrie und 4S umgebaut und den Miniwing von Robbe gebastelt – da musste ich einfach raus. Durch irgendeine Eingebung rief ich noch meine Kollegen an – Thomas und Helmut (Alex ging nicht ran). Beide hatten Zeit. Also los!

Abgesehen von meinem Fehlstart mit dem Dogfighter (nur ne Fleischwunde, schnell geklebt und weiter 🙂 ging bei mir alles gut. Ich übte Werfen mit dem Miniwing, dann den Projeti. Erster Wurf zu wenig Motor – steckt wieder in der Wiese, Halbgas muss schon sein. Die nächsten Starts gelingen alle super. Ich hab das Gefühl, dass er langsamer ist. Vielleicht die vielen Abstürze?
Der Parabolic mit 9×7 Klappschraube fliegt endlich ganz gut, einigermaßen schnell und stark. Nur etwas unwuchtig, er brummt ordentlich. Die letzte Landung stecke ich kurz vors Auto – gibt weniger Schaden so, als ins Auto 🙂 Mann, segelt der gut!
Dogfighter: Mit dem verstärkten Höhenruder fliegt er auch gerissene Figuren sauber – toll! Beim letzten Start verreiße ich und komme schräg auf – Leitwerk abgerissen. Das wird sofort geklebt und nochmal. Diesmal gelingt der Start. Vielleicht sollte ich ihn nicht so steil schmeißen.
Stryker 4S: Grinsen geht nicht mehr weg – Wahnsinn ist der stark! Mit der 5.5×5.5-Schraube zieht er 52A an 15V => 780W! Schnell! Sound! Ich fliege wie ein Irrer, mit Loopings, Rollen, Flachtrudeln, Boomerang, Messerflug… Ich nutze die Zeit nicht ganz aus, ich weiß ja nicht, wie lange ich Saft hab. Nachher merke ich, dass ich mit reduzierten Ruderausschlägen flog(!) – deshalb ging auch der Elevator nicht… Ach so. Schwerpunkt habe ich mit zwei Metallkugeln am Heck vorm Motor korrigiert. Der 4S2000 ist halt doch 30g schwerer.

Helmut fliegt seinen Nuri und den Easyglider.

Thomas hat seinen Floater dabei, ich stelle ihm den Schwerpunkt ein und werfe den ersten Start, geht gut.

Die Kinder haben Silverlit-Flieger und Helis dabei, mit meinem Miniwing spielt es sich auch ganz toll.

Neuer Flieger!!!

Ich habe mir den Dogfighter gegönnt – nach all den guten Rezensionen und Videos. Nur der Preis… aber jetzt ging er doch runter, komplett für 150€. Das war dann der Grund, warum ich zuschlug. Flieger kann ich nie genug haben – ich bin süchtig. Und: Qualität darf auch was kosten. Der mitgelieferte Tuningantrieb (Himax C3516-1130 und BL-40SBEC, Spinner, Mitnehmer, APC 10″x7″) kostet auch ganz schön, dazu sind noch alle Servos drin und der Flieger fast fertig aufgebaut.

Heute fliegen: Dieser Flieger hat eins: Power! Und zwar im Überschuss. Leise ist er auch. Der große Propeller ist echt ruhig. Wurf geht so wie beim Easyglider. Gas und loslassen. Beschleunigt senkrecht. Grinsen geht nicht mehr aus dem Gesicht. Mein Flugstil zeigt: Das Höhenruder gehört verstärkt, er macht Rollen wenn ich bei Vollgas eckig Loopings fliegen will 🙂
Rollen gehen schön, Landen geht auch super. Gegen den Wind langsam hereinschweben und ins Gras legen. Nach 5 Minuten ist der Akku noch halb voll wie ich später feststelle. Zwei Akkus fliege ich, Nicole spielt Flöte. Dann gehts nach Hause.

Gewicht: 590g Ohne Akku. 760g mit.