Sonntagsflieger mit Tücken

Kurzzusammenfassung: Das war ja wohl nix. Obwohl Wind sehr gering und Wetter sonnig. Aber kalt. Dazu später.

Zuerst fliege ich den UMX Beast von Eflite/Horizon. Der geht ganz gut, hat genug Power für senkrecht, Ruder gehen gut. Torquen kann ich trotzdem nicht – ist sauschwer. Wenn der Flieger an Höhe gewinnen darf und ich drunter stehe und ihn von hinten sehe, klappts gerade so. Ansonsten nicht. Die „Landungen“ in der Wiese mit Fahrwerk tun ihm nicht gut. Selbst im langsamsten Flug stellt es ihn bei Bodenkontakt sofort auf die Motorhaube. Als ich dann noch einen „Bodenstart“ auf der Schotterpiste probiere, saust er in den Acker und bricht sich die Schraube an. Mist. Das kalte Wetter (so 0-1°C) fordert seinen ersten Tribut, da wohl der Prop spröde wurde. Zum Glück habe ich einen Ersatz im Karton. Ich packe den Flieger trotzdem weg. Und zu Hause merke ich, dass auch die obere Tragfläche abgegangen ist und eine Verstrebung raus. Also eher ein empfindliches Modell! Was mich auch etwas ärgert – Eflite hat gerade den Nachfolger mit A3X-Gyrostabilisation für 119 Euro „Beast 3D“ veröffentlicht! Der kann ohne großes Training torquen. Alex? Was für dich? Ist nicht schnell, sieht super aus und mit Gyros wohl auch wie an der Schnur zu fliegen!

Dann probiere ich den Tricopter. Der will sich aber dauernd drehen. Ich merke, dass das Servo in die falsche Richtung regelt. Der andere Steckplatz am KK Board, der das Servo invertiert geben sollte, funktioniert nicht. Servo knallt in den Endanschlag. Zuhause baue ich einfach das Servo auf die andere Seite und trimme noch ein bisschen in der Hand haltend. Die Gyros driften nach kurzer Zeit immer schneller. Mal sehen, ob das wirklich ein Problem gibt.

Dann noch den neuen Bad Peppy. Den hab ich voll versemmelt. Gas und Wurf – und dann findet mein rechter Daumen den Knüppel nicht!!! Fazit: Peppy 3-teilig. Mittendurch gebrochen und Motorträger angebrochen. Motor und Schraube heil – trotz Frontalaufschlag. Klebe ich halt.

Während ich noch die Teile aufsammle, kommt ein Auto und ein untersetzter älterer Herr steigt aus. Er gibt sich als Jagdpächter zu erkennen und ist sehr unglücklich, dass ich die ganzen Rehe aufscheuche, die gerade trächtig sind. Das kostet die Rehe Kraft und schmälert wohl die Überlebenschancen. Da die Rehe angeblich außer unserer Wiese und dem Weiher keinen ruhigen Platz haben, gefällt das ihm nicht. Denn überall gehen Leute mit Hunden oder fahren Autos, etc. Ob ich nicht ein paar Felder weiter hinten fliegen könne. Na super! Schon wieder will uns einer vertreiben. Ich erkläre ihm, dass die Wiese einem Kollegen gehört und wir auch nicht oft kommen. Und wir ansonsten auch keinen Flugplatz haben, wo wir dürfen.
Und er hatte ja noch Glück, dass die F16 noch nicht zum Einsatz gekommen war. Die macht mehr Krach als die ganzen Wiesenschleicher.

Momentan habe ich aber eh genug. Muss reparieren. Ich packe also etwas frustriert ein und fahre heim.

Mittlerweile sind alle Flieger wieder heile und warten auf den nächsten Einsatz.