Archiv für den Monat: März 2012

Tricopter fliegt!

mit Tücken.

Erst einmal: Super Flugwetter – Samstag mittag!
Hab meine Flieger gepackt und auf die Wiese. Die ist sauber kurz gemäht. Windig ist es schon! Meteoblue sagte auch 16km/h. Es kam mir mehr vor… macht nix.

Und dann natürlich der Höhepunkt: Der Tricopter muss fliegen! 900g schwer isser. Erst einmal Motortest – ok. Dann kurz tief schweben – auch ok, dann plötzlich Aufschaukeln und Notlandung

Video hier: Download

Verzeiht dass ich wie ein Irrer lache – aber der Tricopter hatte diverse Tücken, bis ich endlich einen Kameraflug machen konnte:

– Akku fast leer (Überwinterung): Nach ein paar Probeschwebeflügen kam er dann schnell runter (zum Glück Soft-Off und nicht Motor aus!)
– Heckservo löste sich vom Motorträger: Lustiges seitliches Aufschaukeln bis zum Bodenkontakt
– Wackelkontakt im rechten vorderen Motor (eine Phase fehlt dann): Sofort wegkippen und Absturz (siehe Film), das passierte meistens schon beim Startversuch
– Einklemmen Reglerkabel zwischen Klapparm und Rumpfplatte  – Isolierung kaputt
– Kann nicht sehen, wo am Tri hinten ist wenn er fliegt: „Fahne“ montiert
– Akkuplattform lose: Anders Kabelbinder fixiert
– Regler ungünstig im Klappweg der Arme: gedreht

Hab viel Kabelbinder heute gebraucht. Aber da ich das komplette Werkzeug dabei hatte: Alles am Flugfeld gerichtet!

Dann nach dem Absturz: Schön mit einem Arm (dessen Motor ja ausfiel) in den Acker nebenan gesteckt – nix kaputt! Unglaublich: Aus 6 Metern runter wie ein Pfeil in den Acker und alles heil!

Fazit: Die Armverlängerungen aus Carbonstangen sind Gold wert – Egal, ob der Tri abschmiert, aufschaukelt, was auch immer, die Kräfte nehmen die Arme und Verlängerungen auf. Die Arme können einklappen und das Landegestell aus Platinenplatten kann an den Kabelbindern abreißen.

Zum Flugverhalten kann ich nur sagen: Der Copter steht wie eine Eins in der Luft, der Wind stört ihn nicht. Die Gyros driften auch nicht besonders. Besonderheit der Tricoptersoftware v1.6 vom KapteinKuk ist, dass er keine Auto-Zentrierung vornimmt. Man muss am Sender trimmen, bis die Gierraten 0 sind. D.h. solange trimmen bis der Copter sich nicht mehr irgendwie wegdreht. Wenn man das weiß, kann man ihn sagenhaft an der Stelle stehen lassen (der Wind nimmt natürlich dann mit…). Power hat er auch, zieht zügig nach oben. So vom Steuern her verhält er sich wie ein gutmütiger Heli. Man muss ihn auch aus der gekippten Lage wieder rausholen. Sonst macht er den Abflug. Daher hab ich erstmal eher Schweben geübt. Als ich dann etwas höher flog, hab ich ihn gedreht und auch gleich Probleme gehabt, ihn wieder herzuholen. Da muss ich üben, üben, üben!

Der Tricopter bekommt von mir den 35MHz-Empfänger vom Condor und dann flieg ich auf 2,4GHz FPV!

Danach flog ich noch Bad Peppi mit 3S. Der verlor gleich seine Schraube, als ich mal das Gas aufmachte. Peppi segelt passabel (etwas schwer und kopflastig), die Schraube ist aber auch langsam gefallen. Gut zu finden, da Wiese sehr kurz gemäht. Neuer Gummi und nochmal. Die Schraube hält 🙂 Peppi ist schnell, wirklich flott für einen dermaßen dicken EPP-Flieger. Und kämpft sich jetzt auch senkrecht hoch. Bräuchte fast eine 9×5 Latte…

Zum Schluss flog der Nuri. Akku auch vom Überwintern entladen, daher nur ein paar Minuten. Genug, um ihn auszutrimmen und ein bisschen zu Turnen. Wind macht dem nichts aus. Er ist immer noch sehr schnell unterwegs, er wiegt halt mit 3S und dem dicken Motor zu viel. Alex‘ Nuri ist da leicht wie eine Feder dagegen 🙂

So, genug gespielt. 1,5h war ich draußen. Jetzt nach Hause! Mittlerweile kamen auch meine Motoren vom King. 11,45 Euro Einfuhr noch drauf. Hat eine schöne Weile gedauert, bis die kamen. Anfang Januar bestellt… hab schon den Quadcopter fertig! Der kommt das nächste Mal auch mit! Der wiegt genau 500g. Ich bin ja gespannt. Der regelt irgendwie nicht sauber. Das muss ich mal anfliegen.