Archiv für den Monat: September 2012

Reparatur einer elektrischen Zahnbürste

Ja, diesmal kein Flieger! Back to the roots – Basteln und reparieren:

Meine elektrische Schallzahnbürste Modell Curamed von Aldi hat nach zwei Jahren jetzt Akkuschwäche. Die Ladeelektronik ist sicherlich nicht die beste. Also aufgeschraubt – ja das geht bei der! Den Boden kann man entfernen, er hat eine Gummidichtung. Das Innenleben ist mit zwei Clips eingehängt, das kann man raushebeln. Der Originalakku ist eine Speziallösung aus zwei NiMH-Zellen, die zusammen so groß wie eine Mignon sind. Er ist in dem Plastikrumpf nur eingelegt und hängt an zwei Kabeln, die ich abzwicke. Ich schneide das Plastikfach seitlich auf und setze einen Batteriehalter für 2 Micro (AAA) ein und löte ihn an die zwei Kabel. Batterien rein und das Innenteil wieder einschieben bis es klickt. Deckel zuschrauben – fertig!

Stryker und Projeti

Stryker: Ich übe Starts und Landungen. Ich fliege Speed-Überflüge! Der macht Spaß! Messerflug! Ich kann mit dem Messerflug machen! Irre! Bei verschiedenen Wurfmethoden (aus der Hand ohne Motor, dann mal mit Motor und auch mal am Flügel) haut es ihn dann doch dreimal derb ins Gras. Nase geht ab, nix passiert. Der Stryker F-27Q ist sowas von robust! Akku zurecht rücken und nochmal. Ich habe heute GPS dabei. Also mal Speed messen: 150km/h! Schnell ist er also doch.

Endlich hab mich mal getraut, den Projeti in die Luft zu befördern. Erster Wurf, Vollgas, der Projeti zieht nach unten bevor ich überhaupt an die Funke komme und schlittert ins Gras. Gut, dass der Propeller so hoch liegt. Mann hat der Power! Und dann fiel mir ein, dass man da beim Start 2mm hochtrimmen muss (alles schon auf der Funke programmiert). Zur Sicherheit gebe ich noch je 25 Subtrim nach oben. Nächster Wurf klappt, Power!!! Er zieht schnell nach oben, absolut gerade. Wie sich herausstellt, passt meine Trimmung exakt. Wow, ist der schnell! Ich probier mal einen Speedrun von Osten nach Westen. Tief muss es sein. Oh Gott, Adrenalin pumpt durch meine Adern! Der ist schnell, sauschnell, kein Vergleich mit der F16 oder Stryker. Und der Sound dabei, irre! Das Grinsen will gar nicht mehr aus dem Gesicht! Vergiss den Funjet, der Projeti ist spitze! Einfach zu starten, irre schnell und Power für senkrecht – so müssen Flieger sein! Nach einiger Zeit, Timer zeigt noch 4 Minuten, lande ich mal. Der Projeti segelt gut, baut kaum Geschwindigkeit ab. Das Modell ist hervorragend konstruiert. Der Schwerpunkt stimmt genau. Schnell, stabil, kann auch langsam, liegt wie ein Brett in der Luft (nur böigen Wind mag er nicht). Landung klappt wunderbar. Also noch ein Start, bisschen cruisen, rollen, Loopings, nochmal landen, jetzt ist die Zeit fast um, eine Minute bleibt. Ich baue den Akku aus, einen frischen rein, und das GPS dazu: 187 km/h! Oh mein Gott! Und dabei hab ich beim GPS-Flug gar nicht richtig angestochen, einfach nur Kurve, etwas drücken damit er nicht an Höhe gewinnt. Und das für unter 100 Euro… wow.

Wobei ich den GPS-Messungen des Stryker eher Misstrauen entgegenbringe, da das Log auch mal 216 km/h erzählt. So schnell war der nie und nimmer. Allerdings hab ich auch Rollen und Loopings mit GPS gemacht…

Endlich wieder fliegen!

Heute hab ich mich nach Arztbesuch und Katzenzubehör shoppen endlich wieder auf den Flugplatz begeben! Die Anfahrt war problematisch, da die B16 gesperrt ist. Ich musste also durch Mändlfeld.

Die Wiese ist schön kurz, aber auch ein guter saftiger Puffer (wenn man sie denn trifft).

Da flog ich sie, die neue Parkzone Stryker F-27Q! Der Wurf wie beim Nuri am Flügel gehalten und mit Vollgas und der schwere Vogel zieht kraftvoll in den Himmel! Starts sind unproblematisch. Die Ruderwege lassen sich am Sender umschalten. Zum Flieger: Fliegt astrein 🙂 Geschwindigkeit mittel bis schnell. Die Stryker ist kein Hochgeschwindigkeitsmodell, eher so um die 100km/h geschätzt, wenn man ansticht. Rollrate ist ganz ordentlich, mehrere pro Sekunde wenn das Tempo stimmt. Die Luftbremse ist ganz witzig (man kann die zwei Seitenruder unabhängig gegeneinander klappen). Die Landemethode „Elevator down“ ist auch einfach zu beherrschen – nur sollte man den Wind berücksichtigen. Die Stryker fällt relativ schnell vom Himmel – kein Wunder mit knapp 700g Lebendgewicht! Dreimal ging das in den harten Acker nebenan. Steckt sie ordentlich weg – ein paar Schrammen habe ich mit Klebeband abgedeckt. So wie ich meine Akkus flog, hätte ich gut und gerne doppelt so lange in der Luft bleiben können. Landungen mit Schleppgas gehen natürlich auch.

Dann war noch der Free dran – sagenhaft, wie der jetzt fliegt (hab ich schon erwähnt, dass ihm eine Wassermelone mal den Flügel abgeknickt hatte?) Der Free bekam neue Querruderservos (kauf keine „Torcster“ 5g…) nämlich HXT500. Ansonsten flog er von zahm bis auf der Stelle nen Looping schlagen alles. Ich werde wohl das Seitenruder vergrößern müssen, damit auch der Messerflug klappt. Start geht super einfach – Motor an und kleiner Schubs leicht gen Himmel. Landen ist etwas schwieriger, denn wenn er zu langsam wird kippt er ab. Mit etwas Schleppgas klappt das wunderbar. Turnen damit macht irre Spaß!